Frankfurter Buchmesse: Mein 1. Messetag

by buchstabenverliebt

Eigentlich wollten wir am Freitag gemütlich nach meinem letzten Seminar in der Uni nach Frankfurt fahren und in Ruhe in unserer Airbnb-Unterkunft ankommen.

Eigentlich…

Nun ja, wäre da nicht meine unbändige Vorfreude auf die Messe gewesen. Das letzte Mal, dass ich auf der FBM gewesen bin ist ungefähr zwei Jahre her. Seit dem wollte ich immer mal wieder hin – leider hatte es bisher nicht geklappt!
Ich konnte es kaum abwarten, dieses Jahr wieder dort zu sein! All die vielen Menschen, die genauso gerne Bücher lesen wie ich, die Verlage und die Unmengen an Büchern. Mein Bücherherz schlug alleine bei dem Gedanken höher.:oops:

Ich hatte das Glück trotz meines frischgebackenen Blogges akkreditiert zu werden, allein darüber war ich schon mega happy! Daher sind wir direkt von der Uni aus zur Messe gefahren – ich konnte mein Glück kaum fassen!
Als ich dann auch noch sah, wie „leer“ die Messe im Vergleich zu den Samstagen ist, habe ich mich noch mehr gefreut. Wir hatten richtig Platz, kein Geschubse und Gedrängle und man konnte sich einfach mit den Autoren unterhalten und andere Verlage entdecken.
Es war herrlich! Wir sind einfach durch die Halle geschlendert. Haben den Drachenmond Verlag besucht. Dort habe ich mir direkt zwei Bücher besorgt, die ich noch nicht vorbestellt hatte.

Ich habe sogar einen sehr schönen und kleinen Verlag entdeckt, ihn am Samstag jedoch nicht wiedergefunden. Ich wollte unbedingt dort ein Buch mitnehmen und es rezensieren… In einen Klappentext von einem Buch aus dem Booklover Verlag hatte ich mich direkt verliebt. Leider, habe ich grade erfahren, dass der Verlag bald nicht mehr so existieren wird…
Ich hab ihn doch grade erst entdeckt! 😕  🙁

Passend zu meiner jetzigen Stimmung, kann ich euch von dem weiteren Desaster meines ersten Messetages berichten:
Nach der Messe fuhren wir zu der Airbnb-Wohnung, nur um keinen Parkplatz zu finden. Wir sind mehr als eine halbe Stunde herum gefahren, nur um schlußendlich den Wagen in einem Parkhaus stehen zu lassen und mit dem Koffer einmal quer durch Frankfurt zu latschen.
Vor der Haustüre angekommen, wusste ich nicht, wie das Paar mit Nachnamen heißt – auch bei Airbnb gab es online keine Informationen dazu.
Ich rief die hinterlassene Handynummer an, jedoch erreichte ich niemanden. Auch auf meine Nachrichten antwortete mir keiner. Hierbei muss ich erwähnen, dass ich ein paar Tage vor dem 13. Oktober eine Nachricht von den beiden erhalten habe, dass sie spontan nach Paris reisen würden und ihr Mitbewohner uns ins Haus lassen sollte. Als ich nach dessen Handynummer fragte, um ihm in Notfall erreichen zu können, erhielt ich keine Antwort.

So standen wir nun da. Abends vor einem Haus, ohne Namen wo wir hätten klingeln können. Ohne die Möglichkeit jemanden zu erreichen. Hungrig und müde. Zwanzig Minuten lang habe ich Telefonterror veranstaltet, obwohl ich sowas eigentlich selber nicht mag. Zwanzig Minuten in denen ich langsam meine gute Laune und meine Freude an der Messe verlor.
Nach fünfundzwanzig Minuten rief mein Freund bei einem Hotel an und wir hatten Glück, nicht nur befand es sich unmittelbar in der Nähe des Messegelände, auch hatte es noch einige Zimmer frei. Also mussten wir wieder zurück ins Parkhaus und wieder komplett durch die Stadt fahren. Ihr glaubt mir gar nicht, wie froh ich darüber war, als wir endlich im Hotel angekommen waren und unser Zimmer beziehen konnten. In der Zwischenzeit wurde ich nun von den Airbnb-Gastgebern mit Telefonaten terrorisiert – gleiches Recht für alle, nicht wahr?

Ihr glaubt: Super, jetzt ist alles gut? Jetzt kann nichts Schlimmes mehr passieren?

Ha! Von wegen! 

Hungrig waren wir ja immer noch. Wir haben per Internet etwas in der Nähe rausgesucht, nur war die Auswahl nicht so groß.
Einen Italiener haben wir aber gefunden und sind dann die 10 Minuten zu Fuß gegangen.
Nur um festzustellen, dass das Handy uns in eine falsche Richtung gelotst hatte. Nach weiteren Minuten in denen wir googelt, uns durchfragten und einfach drauf losgingen, hatten wir keine Lust mehr.
Wir waren es leid! 
Auf direktem Wege sind wir wieder zurück in unser Hotel gegangen und haben nach Lieferservicen gesucht.
Ganz ehrlich: ich habe noch nie etwas in ein Hotel liefern lassen. Wir wussten aber, dass es bei der Hotelkette in Ordnung ist, da diese nur Frühstück anbietet und es daher nicht so streng sah.

Wir haben uns für das erstbeste entschieden: Burger King.

Nach einer Stunde kam das Essen dann an. An der Wartezeit hat man richtig gemerkt, dass man sich in einer Großstadt befand. Ich wohne in einem kleinen Dorf, da dauert sowas nicht all zu lange.
Endlich etwas zu essen!
So ging der Abend dennoch glücklich zu Ende… – öhm, oder auch nicht!
Bei der Bestellung fehlte nämlich etwas. Daher musste ich denen hinterher telefonieren, nur um nochmal ne Stunde darauf zu warten – auf mein kaltes Essen, da der Lieferant dieses im Auto vergessen hatte.

Haha, mein erster Tag in Frankfurt: ich werd es nie vergessen 😆

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